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Große Veränderungen und ein Abschied

In den letzten Monaten war es sehr still hier auf dem Blog, war ich sehr still im Netz. Dafür gab es vielerlei Gründe – persönliche, juristische, strategische – , die mich veranlasst haben, meinen Küchenzicken-Blog zu vernachlässigen. Für Gäste zu kochen und zu backen war immer meine große Leidenschaft und daran wollte ich mit meinem Blog auch virtuelle Gäste teilhaben lassen. Den Reaktionen meiner Leser nach ist mir das auch gelungen, worüber ich mich immer sehr gefreut habe. Doch damit ist nun Schluss – zumindest hier auf der Küchenzicke. Denn es gibt eine phantastische Neuigkeit: Ich eröffne im März 2016 in Köln ein eigenes Restaurant, dem ich ab sofort meine volle Aufmerksamkeit widme.

Auf Wiedersehen Küchenzicke – willkommen rhein+wiese!

Ich freu mich wie Bolle, diese tolle Nachricht endlich rausposaunen zu dürfen: ein eigenes Cafe-Restaurant mit Südtiroler Küche – mit selbstgemachten Kuchen, Südtiroler Köstlichkeiten und vielen tagesfrischen Leckereien, die ich meinen – hoffentlich zahlreichen – Gästen vorsetzen darf – für mich geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung.

Backen_küchenzickeIn den kommenden Monaten bis zu Eröffnung gibt es eine Menge zu planen und zu organisieren. Über die Fortschritte beim Umbau, Besuche bei meinen künftigen Weinlieferanten, Südtiroler Speck-Produzenten und Gemüsebauern blogge ich ab sofort auf der neuen Homepage von „rhein+wiese“ unter www.rhein-und-wiese.de

Ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr dort vorbeischaut. Virtuell findet Ihr das „rhein+wiese“ außerdem auf Facebook und Instagram. Für alle Leser der Küchenzicke, die mich im nächsten Jahr analog besuchen, geht das erste Getränk natürlich aufs Haus!

Rhein+Wiese - Südtiroler Essen mit AussichtVor der Eröffnung veranstalten wir einige Pre-Opening-Abende, wenn Ihr darüber informiert werden wollt sowie über alle anderen Infos rund um die Neueröffnung, tragt Euch hier in unseren Newsletter ein Newsletter-Anmeldung

Rhein+Wiese findet Ihr im Netz unter www.rhein-und-wiese.de
Bei Instagram und Facebook

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Ein Apple-Rant oder was es kostet, ein iPhone zu reklamieren

Zum neuen Jahr hat sich meine bessere Hälfte entschlossen vom iPhone der 1. Generation auf ein neues iPhone 6 zu wechseln. Das neue Gerät löste in der ersten Januarhälfte wahre Begeisterungsstürme aus – Schnelligkeit, Handling und Funktionsweise bestärkten, die richtige Wahl getroffen zu haben. Doch nach knapp drei Wochen folgt die Ernüchterung: Der Home-Button veränderte seine Beweglichkeit, wurde locker und kippelig. Der Vergleich mit anderen baugleichen iPhones aus unserer Bekanntschaft zeigte: Hier liegt ein abweichendes Verhalten vor. Eine kurze Googleanfrage bestätigt, wir sind nicht allein und es wird noch schlimmer mit dem Button. Ein klarer Garantiefall – dachten wir uns, da wird unser magentafarbener Anbieter sicherlich schnell für Abhilfe, Ersatz oder Reparatur sorgen. Ha – lieber Leser, weit gefehlt, nun folgte eine mittlerweile drei wöchig andauernde Odyssee, bei dem Versuch unsere Garantieansprüche geltend zu machen. Wie man sich als Kunde behandelt fühlt, ist ja immer ein sehr subjektiver Eindruck, darum beziffere ich nur meine Kosten, bei dem Versuch, ein technisches Gerät mit einer objektiv erkennbaren Wackeligkeit im Gebrauch, zu reklamieren und gehe dabei von meinem Stundensatz als PR-Fachkraft aus. Ich habe darauf verzichtet, einen Wochenendzuschlag zu berechnen.

1. Akt
Anruf bei der Telekomhotline
Der Hotliner rät uns, den nächsten Telekom-Shop aufzusuchen. Hier würde das Gerät sofort getauscht.

2. Akt
Besuch eines Telekomshops
Ein Shop-Mitarbeiter klärt uns darüber auf, dass er nur das Gerät einschicken könnte, in der Zentrale würde es geprüft, ggf. repariert oder ausgetauscht. In der Zwischenzeit wären wir dann leider ohne Gerät. Schneller ginge es, wenn wir direkt zum Apple-Store führen, dort würde der Hersteller des Geräte direkt für Austausch sorgen.

3. Akt
Besuch eines Apple-Stores
Wie anmaßend von uns, dort ohne Temin zu erscheinen! Ohne Termin kann man uns bei technischen Defekten – und ein solcher läge hier vor – erklärt uns der Shop-Mitarbeiter – nicht helfen. Wir müssen über die Genius-Bar auf der Apple-Seite einen Termin vereinbaren. Da die Terminvereinbarung immer nur 7 Tage im voraus möglich ist, setzten wir uns also sonntags an den Rechner.

4. Akt
Terminvereinbarung auf apple.com
Gar nicht so einfach auf apple.com einen Termin zur Reklamation zu vereinbaren

5. Akt
Zweiter Besuch im Apple-Store
Im Apple-Store erklärt man uns, es läge kein technischer Defekt vor, die Wackeligkeit liege innerhalb der Toleranzgrenze, da habe der Mitarbeiter von letzter Woche wohl einen Fehler gemacht und wir lassen uns unverrichteter Dinge wegschicken. Ein kleiner Schlenker in einen weiteren Telekom-Shop ergibt allerdings, dass der Mitarbeiter sehr wohl unsere Reklamation anerkennen würde, er das Geräte aber einschicken….wir dann ohne … to be continued!

Gesamtkosten_iphone

Auf Twitter war mein Mobilfunkanbieter auch wenig hilfreich, niedrigschwelliges Serviceangebot:

Telekom_hilft_auf_Twitter____Rhein_DA_gerade_nochmal_Kollegen_befragt__Uns_allen_ist_neu__dass_wir_Kunden_mit_defektem_iPhone_in_einen_Applestore_schicken__Wenn_das_____

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Lieblingsrezept für weihnachtliche Schokoladentorte

Weihnachtliche SchokoladentorteObwohl sie mit weihnachtlichen Gewürzen aromatisiert ist, weckt diese Schokoladentorte bei mir langvergessene Erinnerungen an einen Sommerurlaub auf Mallorca. Wir wohnten in einer kleinen Pension direkt an der Hafeneinfahrt in Cala Figuera. Über die Straße gespuckt, konnten wir Kinder entweder an einer Eisenleiter hinunter ins Wasser klettern oder ganz wagemutig die sieben Meter direkt ins Meer springen. Zwei kulinarische Vorlieben habe ich elfjähriger Fratz aus diesem Sommer mit nach Hause gebracht: die für Seezunge gegrillt mit Parmesan und die auf zartschmelzenden Schokoladenkuchen. Lange Jahre habe ich mich durch deutsche Konditoreien gefuttert auf der Suche nach einem vergleichbaren schokoladigen Kuchentraum und mit diesem Rezept endlich gefunden. Der Boden ist ein Biskuit, hier kommt es also darauf an, dass die Zutaten möglichst alle gleich temperiert sind – besonders die Butter darf nicht zu warm sein, sonst fällt euch der schaumige Teig wieder zusammen. (Anmerkung: beim Probebacken hab ich tatsächlich die ausgelassene Butter vergessen. Das hat dem Backergebnis überhaupt nicht geschadet, der Boden ist trotzdem sehr saftig geworden.) Bei der Füllung solltet Ihr darauf achten, dass die geschmolzene Schokolade nicht zu sehr abkühlt und die Eiercreme lauwarm ist. Wahrscheinlich klumpt die Masse, beim Verrühren von Eiercreme und Schokomasse. Das ist aber nicht schlimm, sondern ergibt cremig-schmelzende Tropfen nachher in der Torte.

Weihnachtliche Schokoladentorte

Diese Zutaten braucht Ihr für den Boden: 75 g Butter, 50 g Löffelbiskuits, 25 g Mehl (Type 550), 20 g Kakaogetränkpulver (z. B. Nesquick), 1 Teel. Backpulver, 5 Eier, Salz, 100 g Puderzucker, 1 Eßl. Speisestärke, 50 g gemahlene Mandeln

Für die Füllung benötigt Ihr: 150 g Zartbitterschokolade (72 % Kakaoanteil), 200 g Schlagsahne, 4 ganz frische Eier, Päckchen Vanillezucker, 2-3 Eßlöffel feiner Zucker (je nach Süß-Vorliebe), 1 Essl Lebkuchengewürz; Kakaopulver

Zubereitung des Bodens: Die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Die Löffelbiskuits im Blitzhacker (oder in einem Gefrierbeutel mit der Kuchenrolle) fein zerbröseln. Mehl, Kakao- und Backpulver mischen. Die Eier trennen. Eiweiß mit einer kräftigen Prise Salz steif schlagen. 20 Gramm Puderzucker und die Stärke mischen, unter den Eischnee heben und zwei Minuten weiterschlagen. Kalt stellen. Eigelb und restlichen Puderzucker hellcremig aufschlagen (etwa fünf Minuten). Den Eischnee, Löffelbiskuitbrösel und die Mandeln auf die Eigelbcreme geben und vorsichtig unterheben. Die abgekühlte Butter nach und nach unterrühren. Den Teig in eine am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform (Ø 18 cm) geben und glattstreichen. In den auf 175 Grad, Umluft 150 Grad, Gas Stufe 2 vorgeheizten Backofen schieben und etwa 40 Minuten backen. Den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Für die Füllung: Die Schokolade zerbrechen, im heißen Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Die Sahne steif schlagen. Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb, Zucker, Vanillezucker und Lebkuchengewürz in eine Schüssel geben und im warmen Wasserbad hellcremig aufschlagen. Im kalten Wasserbad unter Rühren abkühlen (nur handwarm abkühlen!) lassen. Zuerst die abgekühlte Schokolade, dann die Sahne unter die Creme heben. Den Eischnee darauf geben und vorsichtig unter ziehen Den Tortenboden dreimal durchschneiden. Die Böden mit etwa zwei Dritteln der Schokoladencreme bestreichen. Die Böden zusammensetzen und die Torte mit der restlichen Creme bestreichen. Die Torte mit Kakaopulver bestäuben und mit einem Messerrücken ein Muster in die Oberfläche drücken.

Tipp:
Back den Boden am besten am Abend vorher und laß ihn über Nacht auskühlen. So lässt er sich besser durchschneiden und reißt nicht so leicht ein!

Weihnachtliche Schokoladentorte

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Von Kuchen, Käuflichkeit & einem Liebesdienst

Eines vorweg – diesen Blogbeitrag schreibe ich, weil ich zu den Ereignissen, die diesem Beitrag vorausgingen, quasi bezahlt worden bin. Quasi deshalb, weil nicht ein Geldbetrag auf mein Konto gewandert ist, sondern ich in Form eines Abendessen für mich und meinen Liebsten entlohnt worden bin.

Blogger-Relations sind ja der „neue“ heiße Scheiß im Handköfferchen der PR-Agenturen. Trotz der bescheidenen Reichweite der „Küchenzicke“ erreichen mich auch immer mal wieder diverse Anfragen, die mir nur mäßig gefielen. Die deutsche Pressevertretung des italienischen Kuchenherstellers Bauli hat nun zur Weihnachtszeit Blogger eingeladen, auf ihre Kosten essen zu gehen und sich damit eventuell mit einem Rezept oder Blogbeitrag über ihr bekanntestes Produkt, den Panettone, zu revanchieren. Ihr kennt sicherlich diese riesigen Kartonagen, die zur Weihnachtszeit bei jedem Eck-Italiener rumstehen und an treue Gäste verschenkt werden. In ihr ruhen im besten Fall ein saftiges Hefegebäck von der Größe eines Fußballs, das mit Rosinen und kandierten Orangenstücken aromatisiert ist.

Meine Idee war nun, ich werde zum Essen eingeladen, bekomme das Weihnachtsgebäck und überlege mir dazu ein Rezept. Da die Einladung in ein bekanntes italienisches Promi-Lokal in Köln erfolgen sollte, konnte ich nicht widerstehen und sagte zu. Mit meinem Liebsten am Arm hatte ich mich auf ein leckeres Essen in trauter Zweisamkeit eingestellt – mit maximal Panettone zum Nachtisch. Wir bekamen: Panettone-Bruscetta mit feinsten italienischen Antipasti, Rindfleisch in Rotwein-Panettone-Sößchen und zum Abschluss eine ganze Schichttorte mit Panettone-Boden, Früchten und Mascarpone-Creme. Weshalb mir dieses sicherlich gut gemeinte Menü immer noch Tränen in die Augen treibt: Mein Mann HASST Rosinen und kandierte Früchte! Da saßen wir nun – kritisch beäugt vom Geschäftsführer des Restaurants, der uns seit unserer Ankunft wortreich von den Schwierigkeiten bei der Zubereitung mit Panettone erzählt hat, vor einem riesigen Teller mit Panettone-Bruscetta, den wir unmöglich unberührt wieder in die Küche gehen lassen konnten. Mein Mann hat mit Todesverachtung die gerösteten Teilchen, die mit köstlichen, hausgemachten Antipasti belegt waren, gegessen und auch das restliche Menü klaglos verspeist.

Als Gegenleistung für diesen Liebedienst, den er mir damit erwiesen hat, musste ich versprechen, für den Rest seines Lebens niemals, nie nicht mehr auch nur Rosinen in seine Nähe zu bringen. Den Bauli-Kuchen, den ich für mein Rezept ebenfalls geschenkt bekommen habe, durfte ich also nicht auspacken. Meine Kollegen haben sich umso mehr über den Kuchen zum Naschmittagskaffee gefreut. Nicht vorenthalten möchte ich Euch aber das Video, in dem man ein wenig über die Produktion dieses traditionellen Weihnachtskuchen erfährt:

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Nie im Leben hätte ich gedacht, das ich drei und mehr Mal an den selben Urlaubsort fahren würde. Mein 20-jähriges Ich würde laut SPIESSER rufen und sich angewidert andere Gesellschaft suchen – nun denn, so ändern sich die Vorlieben und Gewohnheiten. Ich gestehe: Nächstes Jahr werde ich es wieder tun: Urlaub an der Bucht von Arcachon! Warum? Darum:

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Foto & Füsse: Jana Theile-Ochel

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Foto: Jana Theile-Ochel

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Foto: Jana Theile-Ochel

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Nicht auf diesem Bild: der sauerstoffgeschwängerte, salzige Atlantikgeruch

Nicht auf diesem Bild: quietschend feiner Sand unter meinen Füßen

Der betörende Geruch von warmem Pinienwaldduft und frisch aufgetragener Sonnenmilch

Die stille Sehnsucht hier monatelange Sommertage verbringen zu wollen, an einem Schreibtisch mit Blick auf die Bucht und dem beruhigenden Wechsel von Ebbe und Flut, der Altes fort- und neue Ideen hereinspült

Die stille, kraftvolle Energie und Zuversicht, die der weite, weißbewölkte Himmel und endlos heranrollende Wellen verheißen

Die traurige Einsamkeit einer achtlos zertretenen Muschel

Nicht auf diesem Bild: die klebrige Salzigkeit der Meeresbrise

Das beruhigende Zirpen der Grillen

Nicht auf diesem Bild: das kribbelnde Brennen von zahllosen, unsichtbaren Quallenbabys