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{Blogparade #kochenmitwodka} Matjes & Kartoffeltaschen

Der Aufruf zur Blogparade „Kochen mit Wodka“ hat bei mir erstaunlicherweise viele Kindheitserinnerungen geweckt: Mütterlicherseits stammt meine Familie aus Schlesien – also katholisch bis unter die Haarspitzen und dem Alkohol insbesondere Wodka nicht abgeneigt. Eine Zeitlang wohnte meine verwitwete Tante Annemie bei uns. Ich erinnere mich an heftige Diskussionen mit ihr über den Papst und dessen Verhütungspolitik,  die Länge meiner Ausgehzeiten und Röcke und an viele Stunden mit ihr zusammen in der Küche. Annemie war es auch, die mir zu meinem 16. Geburtstag – neben Handtüchern für meine  Aussteuer – mein erstes Kochbuch schenkte. Ich besitze es noch heute!

Buch_Wodka_collageAls fromme Katholikin kochte Annemie freitags nie Fleisch, meistens Gemüse und oft Fisch. Ein einfaches Fischgericht ist mir dabei bis heute im Gedächtnis geblieben: Matjesfilet mit Pellkartoffeln, rohen Zwiebeln und Schmand – die Mischung schmeckt so einfach wie gut und koche ich heute noch (naja – das einzige, was gekocht werden muss sind die Pellkartoffeln).  All diese Erinnerungsfetzten spukten mir also durch den Kopf, als ich den Aufruf zur Blogparade las und daher stelle ich Euch nun meine Abwandlung  von Annemies Freitagsgericht vor.

Matjes mit Wodkagelee

Matjes & Kartoffeltaschen mit Wodka in Gelee und flambiertem Zwiebelschmelz

Zutaten (für 6 Portionen oder 4 gute Esser)
– für die Kartoffeltaschen
1 kg Mehl
4 Eier
1 Salz
250 ml Milch

– für die Füllung:teig_collage
500 g Kartoffeln
4 große Zwiebeln
Salz
Sonnenblumenöl
Muskat
viel Dill (wer mag)
2 Lorbeerblätter

– für das Wodkagelee
300 ml Fischfond
150 ml Wodka
6 Blatt Gelatine
Frischhaltefolie

1 frische rote Beete

– für flambiertes Zwiebelschmelz
pro Person gerne 2 Zwiebel
Sonnenblumenöl
½ Schnapsglas Wodka
1 langen !!! Streichholz
feuerfesten Bräter

pro Person mind. einen Matjes
Schmand
Frischen Dill

Zuerst sollte ihr das Wodkagelee zubereiten, da es für mindestens 2 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank fest werden muss.  Das Gelee soll später in kleinen Würfelchen mit ca. einem halbem Zentimeter Kantenlänge auf dem Teller landen. Nehmt daher am besten eine Auflaufform und kleidet sie mit einem (!) Stück Frischhaltefolie aus. Die Blattgelatine in kaltem Wasser  5 Minuten einweichen lassen. Den Fischfond mit dem Wodka kurz aufkochen lassen, dann die ausgedrückte Gelatine dazugeben, umrühren und auf keinen Fall mehr kochen lassen. Die Flüssigkeit in die vorbereitete Form gießen und im Kühlschrank mehrere Stunden oder über Nacht erkalten lassen.

fisch_collageFür die Kartoffeltaschen (aka russische Maultaschen oder Wareniki) bereitet ihr zunächst einen elastischen Nudelteig zu.  Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt die Kartoffeln in der Schale zu kochen, die brauchen wir gleich für die Füllung. Ich lese manchmal, dass man Salz, Kümmel oder Lorbeerblätter in den Topf mit den Pellkartoffeln geben soll. Ich habe alle Varianten durchprobiert und musste feststellen: Man/frau schmeckt nix – egal ob mit halben Kräutergarten oder ganz ohne, die ollen Pellkartoffeln schmecken immer gleich gut. Zurück zur Zubereitung der Maultaschen:

Mehl mit den Eiern und Salz – am besten in der Küchenmaschine – gut verkneten und die Milch schluckweise dazugeben. Falls euch der Teig zu trocken erscheint, noch vorsichtig etwas Milch oder Wasser dazugeben. Den Teig 30 Minuten in der Schüssel ruhen lassen.

Für die Füllung hackt ihr die angegebene Menge an Zwiebeln nun in feine Stückchen und dünstet sie in Öl gelbbraun.

Für das flambierte Zwiebelschmelz schneidet ihr pro Esser mind. 2 Zwiebeln in feine Ringe. Diese werden ebenfalls in Öl angedünstet – aber in einem feuerfesten Bräter!!! Wenn die Ringe ebenfalls eine goldgelbe Färbung annehmen, gießt ihr ein halbes Schnapsglas Wodka in den Bräter und zündet die Zwiebeln mit einem langen Streichholz an. Aber Vorsicht: Diese kleine Menge Alkohol erzeugt eine ordentliche Stichflamme und brennt erstaunlich lange. Wenn ihr unter einer Dunstabzugshaube kocht, sollte ihr den Topf besser vom Herd ziehen und darauf achten, dass sich in einem Meter Höhe keine leicht brennbaren Dinge befinden.

Für die Maultaschenfüllung die gekochten Pellkartoffeln von ihrer Schale befreien und mit reichlich Salz und geriebenen Muskatnuss zerstampfen. Dann die Röstzwiebeln und  – wer Dill mag – den frisch gehakten Dill unterrühren.

Nach der Ruhezeit den Teig dünn ausrollen. Am besten gelingt das mit einer Nudelmaschine, da der Teig wirklich, wirklich sehr elastisch ist. Ich muss gestehen, die Teigkreise auf meinen Bildern sind eigentlich zu dick – die gehören dünner. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur vorbringen, dass ich Hunger hatte und schnell fertig werden wollte. Und noch einen Fehler muss ich eingestehen: Die Häufchen mit der Füllung sind zu groß – etwas kleiner als walnussgroß reicht vollkommen!

Matjes mit Wodkagelee

Matjes mit Wodkagelee

Den Teig also dünn ausrollen und mit einem großen Trinkglas, Dessertring oder ähnlichem Kreise ausstechen. In die Mitte jeweils einen Teelöffel voll Füllung setzen, den Kreis zusammenklappen und die Ränder gut zusammendrücken. Den Rand danach noch „umkränzeln“ – wie das genau geht, zeigt Euch dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=edVH4npDl5k&feature=related

Einen großen Topf Wasser mit zwei Lorbeerblättern ansetzen. Wenn das Wasser kocht, die Teigtaschen vorsichtig hineingleiten lassen und 5 Minuten sieden lassen. Nach 1 Minute die Teiglinge umrühren, da sie sich sonst am Topfboden festsetzen.

Nun noch schnell die rohe, rote Beete am besten mit Gummihandschuhen in kleine, feine Würfelchen schneiden – vorher natürlich die Knolle schälen. Ohne Handschuhe färben sich Eure Hände wunderbar und langanhaltend – kann ich aus eigener Erfahrung berichten.

Nun den Matjes auf einem Teller anrichten, mit dem feingewürfelten Wodkagelee und den Rote-Beete-Würfelchen garnieren, dazu das flambierte Zwiebelschmelz und einen Schlag Schmand, die gekochten Kartoffeltaschen dazu – fertig ist der fleischlose Fischschmaus mit Schuss!

Update: Da habe ich den Aufruf im Wodkawahn nicht gründlich genug gelesen und die 60-Minuten-Zubereitungsregel missachtet.  Um also den Wodka statt in Geleeform anders Euren Tischgästen zu verabreichen, rührt Schmand mit einem bis mehreren Esslöffeln Wodka glatt und gebt frisch gehackten Dill hinzu. Dieser Dip erhält durch den Alkohol eine interessante scharfe Note.

Ist eigentlich selbstverständlich – ich möchte es trotzdem nicht unerwähnt lassen:
Dieses Rezept eignet sich nicht für Kinder, Schwangere und trockene Alkoholiker!

wodka

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Mein 1. Blog Event: Campingküche

Blogevent Campingküche

Blogevent Campingküche

Hier in NRW beginnen in wenigen Tagen die Sommerferien und wir werden mal wieder in Frankreich zelten. Ich liebe es: 24 Stunden am Tag frische Luft um die Nase und Sand an den Füßen, mit der Meeresbrandung im Ohr einschlafen und dem Geruch von Nachbars frischgebrühtem Kaffee aufwachen. Unsere Art zu zelten hat sich seit Unizeiten nicht wesentlich verändern – nun ja das Zelt ist wegen Familienzuwachs größer geworden und in der Mitte kann man nun stehen. Unsere Mahlzeiten bereiten wir aber immer noch auf zwei wackeligen Gas-Campingkochern zu. Besonders großartig daran: Egal, wie sehr das Bratenfett spritzt oder Tomatensoße fröhlich in alle Richtungen blubbert, das lästige Sauberschrubben entfällt bei der Campingküche!

Bei drei bis fünf hungrigen Campern ist diese Art zu kochen, allerdings echt eine Herausforderung, die ich nun gerne mit meinem ersten Blogevent an Euch weitergeben möchte. Denn drei Wochen lang nur Salat und Pasta mit Soße futtern, ist mir zu langweilig. Verratet Ihr mir beim Blogevent #Campingküche Eure besten campingtauglichen Rezepte?

Einzige Voraussetzung: Das Gericht muss in 2 Töpfen „kochbar“ sein!
Kleine Schummeleien sind natürlich erlaubt: Wenn wir Pasta kochen, stellen wir beispielsweise den Nudeltopf – nachdem das Wasser ein paar Minuten gekocht hat, einfach mit den Nudeln stolpersicher zur Seite und können nun den freigewordenen Gaskocher für die Zubereitung anderer Köstlichkeiten nutzen. Technische Spielereien wie eine Küchenmaschine, Stabmixer oder eine Foodprozessor sollten natürlich auch nicht zum Einsatz kommen müssen.

Auf Instagram werde ich ab Anfang Juli unter dem Hashtag #campingküche Bilder von unserer spartanischen Freiluftküche und deren Brutzelergebnissen zeigen – hüpft doch mal rüber und folgt mir!

Blogevent Campingküche

Blogevent Campingküche


Hier noch der Blogevent und seine Regeln
:
Gesucht werden Rezepte für die Outdoor-Küche – gekocht, gebraten, gegrillt, herzhaft oder süß! Hauptsache, die Rezepte lassen sich einfach und schnell – ohne größeren technischen Schnickschnack zubereiten! Mitmachen kann jeder – auch die unter euch ohne Blog. Das Event läuft ab sofort bis zum 10. August 2014.
Bitte veröffentlicht das Rezept auf eurem Blog zusammen mit dem Banner (kommt weiter unten) bzw. einem Link auf diesen Post und tragt den Link dazu hier als Kommentar ein. Alle Mitmacher ohne Blog schicken einfach eine Mail mit dem Rezept und einem Foto. An Text und Bildern solltet Ihr das Urheberrecht besitzen, damit es keine Probleme gibt.
Alle Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass ich sowohl Bild als auch Rezept in der Zusammenfassung aller Teilnehmer abbilden darf. Mit dem Einreichen Deines Beitrages erklärst Du Dich damit einverstanden.
Weitere Fragen, werden jederzeit entgegengenommen: info(at)rheinda(punkt)de

Das Blogevent Banner könnt Ihr Euch hier herunterladen:
http://www.xn--kchenzicke-9db.de/wp-content/uploads/Campingkueche.png

Ich bin gespannt auf Eure Einsendungen!

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Vanilleträumchen auf die Schnelle

Wer kennt das nicht? Eine Einladung zur Party oder wie bei mir letztens zum gemeinsamen Fußballgucken und die Bitte doch etwas fürs Buffet mitzubringen – schon steigt der Streßpegel. Mit diesem Rezept für herrlich cremig-vanilige Törtchen ist Euch die Dankbarkeit der Gastgeber gewiss und der Aufwand ziemlich überschaubar: Die meisten Zutaten habt ihr wahrscheinlich eh im Vorratsschrank und die Törtchen lassen sich gut vorbereiten. Lauwarm schmecken sie allerdings noch besser!

Vanilletraum_3.2Für 12 Stück braucht Ihr:

2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal oder 300 g TK-Blätterteig im Rechteck
250 g Schlagsahne
250 ml Milch
1 Vanilleschote (ich nehme meistens einen Viertel Teelöffel gemahlene Vanille aus dem Bioladen – schmeckt genauso gut!)
1 Pk. Vanille-Puddingpulver (zum Kochen)
2 Eigelb
50 g Zucker
Puderzucker zum Bestäuben

Während der TK-Blätterteig auftaut, die Schlagsahne, 200 ml Milch und dem Mark von einer Vanilleschote aufkochen. Währenddessen 50 ml Milch mit dem Vanille-Puddingpulver, Eigelb und Zucker verrühren. Zur kochenden Sahnemilch geben, erneut gut aufkochen und immer gut umrühren,  sonst brennt die dickliche Masse direkt an. Vom Herd nehme und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit eine Muffinform ausbuttern.

Den Blätterteig ein bisschen ausrollen. Wenn er zu dünn wird, zwei Platten übereinander legen und ausrollen. Für eine Muffinmulde nehme ich ein ca. 15×15 cm großes Teigstück und drapiere des in der Form.

Vanilletraum_1.1Die Vanillecreme durchrühren und in die Teigmulden geben – in jede Form passen ca. zwei gute Eßlöffel voll.

Törtchen im vorgeheizten Ofen bei 230 Grad auf der untersten Schiene 20 Minuten bei Ober- und Unterhitze backen (Umluft nicht empfehlenswert).

Mit Puderzucker bestäuben und lauwarm genießen!

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Da fehlt was! Fragen an eine Guerillaköchin

Ein Kochbuch? Nein! Ein Roman? Nein! Ja, was denn nun? Ein Schmöker für Menschen die gerne essen, genießen, für Leser, die gerne in kleinen Appetithäppchen Anteilnehmen wollen am Leben und Werken anderer kochender Menschen, an Lebenstilen und Gerichten aus fremden Küchen. Die Rede ist von „Aus Liebe zum Kochen – Küchenbesuche bei leidenschaftlichen Foodies“ aus dem Callwey Verlag. Als ich zum ersten Mal von dem Buch las, war ich natürlich ein wenig beleidigt, warum wir als Poller Guerilla Köchinnen nicht ebenfalls besucht wurde … als mir dann dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag auf den Tisch flatterte, habe ich gnädigerweise einen Blick riskiert. Ich will nicht zu viel verraten, nur soviel: In kleinen, launigen reportageartigen Geschichten werden Köche und ihre Gerichte vorgestellt, mal handelt es sich um Bloggerinnen, professionelle Hobbyköche, Caterer, Food-Stylisten und -Fotografen – aber immer um Menschen, die sich dem Genuß und der raffinierten Zubereitung von Nahrungsmitteln verschrieben haben.

Der Vollständigkeit halber habe ich Guerilla Köchin Caro gebeten, die Fragen ebenfalls zu beantworten.

Fragen_collageWas ist Dein Lieblingsessen?
Da gibt es zu viele, um sie zu benennen. Das hängt auch immer von der Jahreszeit und meiner Stimmung ab. Immer gerne etwas mit tollen Gewürzen und Aromen.

Was war das beste Essen, das Du bisher hattest?
Das beste Essen gibt es nicht. Sowohl meine Großmutter als auch meine Mutter haben bereits meine Geschmacksnerven mit tollen Kombinationen geschult. Der Sonntagsfisch bei Fisch Viete auf Sylt war ebenso köstlich wie die Entenleberpate im Le Moisonnier, der Fisch im Bananenblatt auf Bali, die mexikanischen Taquitos bei einem bestimmten Imbiss in L.A. oder eben der Sauerbraten bei meiner Oma Charlotte.

Woher bekommst Du Deine Inspiration?
Ich bekomme meine Impulse meistens auf Reisen. Ich probiere etwas an einem Straßenimbiss, bin begeistert und versuche es nachzukochen. Ich liebe zum Beispiel die thailändischen Zutaten, wie Zitronengrass, Koriander, Kokosnuss und Limonen. Am liebsten werde ich von ungewöhnlichen Kombinationen überrascht. Auch die indische und ayurvedische Küche hat sehr viel zu bieten. Ich finde die verschiedenen Masalas umwerfend und versuche sie auch selber durch Rösten der einzelnen Zutaten herzustellen.

Was ist Deine liebste Kombination von Geschmäckern?
Das hängt auch von der Jahreszeit ab: Im Winter liebe ich zur Zeit meine ayurvedischen Suppen mit Kurkuma, Chili, Kreuzkümmel und gemahlenem Koriander. Im Sommer bevorzuge ich eher frische Kombinationen mit Limone, frischem Koriander, Minze, Knoblauch und Frühlingszwiebeln.

Erinnerst Du Dich an eine geschmackliche Überraschung?
Meine letzte Überraschung war im März als ich frische Ananas direkt vom Baum in Kamerun gegessen habe. Unglaublich köstlich, nicht mit dem zu vergleichen, was ich hier bekommen kann!

Welches ist Dein Lieblingsgewürz?
Ich könnte mich nicht auf eins festlegen. Oft ist das Zusammenspiel verschiedener Gewürze das, was ich am liebsten mag.

Was ist Dein Lieblingsküchenwerkzeug?
Das sind meine kleinen Messer von Windmühle 😉

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Das Geheimnis meines Karottensalates

Ein echter Knüller auf Partybüffets und Grillfesten ist mein spanischer Möhrensalat. Die Zubereitung ist wirklich ganz einfach, WENN man bei einer Zutat keine Kompromisse macht: dem frisch gepressten Orangensaft! Für ein Kilo Möhren muss man ca. 4-5 Orangen auspressen und in deren Saft die Möhrenstückchen kochen. Versucht erst gar nicht, mit gekauften Säften zu schummeln – es schmeckt nicht! Ich habe alle Varianten ausprobiert: Sogar mit dem teuren Bio-Direktsaft aus dem Kühlregal gekocht, schmecken die Möhren eher nach Babybrei den nach spanischer Fiesta.

Das Geheimnis des spanischen Möhrensalats liegt in der Soße

Das Geheimnis des spanischen Möhrensalats

Für 4-6 Portionen braucht ihr

1 Kilo Möhren
4-5 Orangen zum Auspressen
2 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Sherryessig (oder falls nicht zur Hand: Weißweinesig)
3-4 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
1 Teelöffel Oregano
Salz
Pinienkerne (Menge nach Lust und Geldbeutel)

Die Möhren (am liebsten Bioware, die meiner Meinung nach immer besser schmeckt als  fade Industriemöhren) schälen und schräg zur Wuchsrichtung in fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Die Orangen auspressen. Den Saft und die Möhren zum Köcheln bringen und in ca.  fünf  Minuten knackig-bissfest kochen. Die Möhren lieber etwas fester lassen, da sie noch nachgaren.  Dann die Möhren abgießen und austropfen lassen.

Die Knoblauchzehen fein hacken. In einer Schüssel den Knoblauch mit den Gewürzen, Salz und Essig verrühren, dann das Olivenöl unter-quirlen. Die ausgetropften, noch warme Möhren dazugeben und alles gut vermengen. Mindestens 2 Stunden marinieren  lassen und mehrmals vermengen. Nach Geschmack nachsalzen. Vor dem Servieren Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne anrösten und über den Salat geben.

¡Buen provecho!